Krankheiten
Natürlich werden auch Vogelspinnen, ob in freier Natur sowie auch in der Terrarienhaltung, von Krankheiten befallen. In erster Linie werden diese durch Parasiten wie Würmer, Milben oder Pilzen hervorgerufen. Aber auch von Verletzungen sind Vogelspinnen nicht ausgeschlossen.
Unfälle
Selbst im Terrarium kann es zu "Unfällen" kommen. Deshalb ist schon während der Terrarieneinrichtung darauf zu achten, dass sich die Vogelspinnen nicht (z.B. durch scharfkantige oder spitze Einrichtungsgegenständen etc.) verletzen können. Vogelspinnen besitzen zwar die Fähigkeit, wie viele Insekten und Echsen auch, Gliedmaßen wie Beine bei Verletzung bzw. Abtrennung bei den folgenden Häutungen zu ersetzen, dies sollte aber kein Grund für Nachlässigkeit sein. Sollte es jedoch zu einer Verletzung von beispielsweise Gelenken oder des Abdomen kommen, tritt Blut aus. Da Vogelspinnenblut eine farblose Flüssigkeit ist, ist dieses leicht zu erkennen. Der Halter sollte hier dafür Sorge tragen diese Blutung zu stoppen. Hierfür gibt es einfache Methoden die angewandt werden können. Entweder durch Bepudern mit unparfümierten Talkumpuder, Bestreuen der Wunde mit Puderzucker oder durch Verteilung von Vaseline. Bei schneller Behandlung der Wunde heilt diese meist problemlos ab.
Krankheiten
Vogelspinnenkrebs
Eine in der Gefangenschaftshaltung am häufigsten auftretenden Krankheit ist der sogenannte Vogelspinnenkrebs. Anzeichen hierfür ist eine blasenartigen Verdickung im Bereich der Spinnwarzen. Dieser Prozess, der einige Wochen andauern kann, endet damit das diese Blase von roten und bläulichen Fäden durchzogen wird. In der Anfangsphase lebt die Spinne ohne jegliche Beeinträchtigung weiter. Das heißt das sich in dieser Zeit keine Änderung des Fressverhaltens und Lebensweise bemerkbar macht. Ist jedoch das Endstadium erreicht, wobei sich das Geschwulst mit einer kohleartigen Kruste überzieht, stellt die Vogelspinne die Nahrungsaufnahme ein und stirbt in der Regel wenige Tage später.
Eine effektive Behandlung dieses sogenannten Vogelspinnenkrebs ist derzeitig nicht bekannt. Berichten von Spinnenhalter zufolge haben diese bei einem Tierarzt diese Blase einschneiden lassen, um ein Ablaufen der darin enthaltenen Flüssigkeit zu ermöglichen. Durch diesen Eingriff soll dieser angeblich zum Stillstand gebracht worden sein.
Pilzbefall
Pilzbefall macht sich durch weißliche, teilweise auch pelzige Beläge auf Körper und Gliedmaßen bemerkbar.
Um diesen zu behandeln sollten sie das befallene Tier in einem dafür hergerichteten Quarantäneterrarium behandeln, indem sie dieses mit einer handelsüblichen Pilzsalbe behandeln. Hierzu verteilen sie die Salbe mit einem Wattestäbchen auf den befallenen Körperpartien.
Milbenbefall
Milben sitzen meist zwischen den Beißwerkzeugen und den Gliedmaßen der Vogelspinne. Mitunter laufen die gelblich-beigen Tierchen auch über den gesamten Spinnenkörper hinweg.
Zur Behandlung beträufeln sie die befallenen Stellen mit 70%igem Alkohol oder mit Hautdesinfektionsmittel (Cuta Sept) aus der Apotheke. Die toten Milben fallen meist schon nach der ersten Behandlung von der Spinne ab. Sollte dies nicht sofort von Erfolg geprägt sein, die Behandlung einfach nach einigen Stunden wiederholen.
Anschließend sollte das Terrarium und alle Einrichtungsgegenstände komplett desinfiziert werden. Hierzu spült man das Terrarium bzw. Einrichtungsgegenstände mit ca. 35 bis 40°C heißem Wasser ab. Um das Bodensubstrat keimfrei zu machen kann man dieses in einem heißen Backofen bzw. für einige Minuten in die Mikrowelle stellen.
Schmerzloses Töten
Sollte es zu dem unglücklichen Fall kommen das eine Vogelspinne beispielsweise durch einen Sturz zu sehr verletzt ist oder sie bemerken das sich ihre Vogelspinne quält, sollten sie das Tier von seinen Leiden erlösen. Eine schmerzlose Methode hierzu ist es die Vogelspinne in einer Gefriertruhe einzufrieren. Nach ca. einer Stunde können sie das tote Tier wieder entfernen.