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Zucht von Mäusen
Wenn sie mit den Gedanken spielen Mäuse zu züchten sollten sie vorab bedenken das schon ein Pärchen mit einigen Jungtieren sehr geruchsintensiv sein kann.
Tipp: Besorgen sie sich Haushaltsnatron (in der Apotheke erhältlich) und streuen sie davon ein wenig in jede Ecke des Käfigs. Dies unterdrückt für ca. eine Woche den Geruch. Anschließend sollte der Käfig gereinigt werden.
Mäuse sind sozial lebende Tiere und benötigen Gesellschaft. Bei Einzelhaltung würden sie verkümmern. Im allgemeinen leben sie in einer friedliche Gemeinschaft und ziehen ihre Nachkommen miteinander auf. Es kann in Einzelfällen aber auch dazu kommen das die Jungtiere gefressen werden. Besonders zu Beginn der Zucht, wenn die Zuchtgruppe zusammengesetzt wird, sollten sie die Mäuse im Auge behalten, da es anfänglich zu Sippenkämpfen mit Beißereien kommen kann. Unter Umständen müssen sie auch eine Maus aus der Sippe entfernen. Wenn erst einmal eine Sippengemeinschaft gegründet wurde, ist die Haltung an sich recht einfach und Nachwuchs stellt sich schnell ein.
Haltung:
Zur Haltung bieten sich spezielle Mäusekäfige, Laborkäfige, Kleintierkäfige, Aquarien oder Faunaboxen an. Der Deckel bzw. bei Gitterboxen der Gitterabstand sollte engmaschig sein und einen halben bis einen Zentimeter nicht überschreiten um ein entkommen der Mäuse zu verhindern. Bei der Auswahl des Behälters sollte man ein gewisses Mindestmaß einhalten um den Tieren genügend Bewegungsfreiraum zu bieten und zu verhindern das die Jungtiere gefressen werden.
Die Zuchtbehälter sollten mit Kleintierstreu, Spänen (nicht zu fein!) oder Heu als Bodengrund befüllt werden. Weiterhin gehören ein Wassernapf, ein Fressnapf und ein Ast zum Klettern zur Einrichtung. Auch Küchenpapier- oder Klorollen werden gerne angenommen.
Der Behälter sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung sowie Zugluft ausgesetzt sein. Die Temperatur wird durch die normale Raumtemperatur geregelt und bedarf keiner speziellen Beleuchtung.
Der Zuchtbehälter sollte mindestens einmal die Woche gereinigt und das Bodensubstrat gewechselt werden.
Futter:
Neben der Fütterung mit handelsüblichen Mäuse-, Hamster- bzw. Kleintierfutter sollte gelegentlich Obst und Gemüse angeboten werden. Salat, Gurke und Äpfel werden ebenfalls gerne angenommen. Weiterhin muss immer frisches und ausreichendes Wasser zur Verfügung stehen.
Zuchtgruppe:
Eine Zuchtgruppe sollte aus einem Männchen und höchstens 5 bis 6 Weibchen plus Nachwuchs bestehen. Mehr Zuchttiere sind nicht empfehlenswert da es zu Unruhen kommen kann, was zu Frühgeburten, zu geringer Milchproduktion und zum Auffressen der Jungtiere führen kann. Jungtiere sollten bis zur Eigenständigkeit bei der Sippe verbleiben.
Fortpflanzung:
Mäuse können ab dem 2. Monaten zur Zucht herangezogen werden. Die Tragzeit beträgt ca. 18 bis 24 Tage, wobei pro Wurf ca. 8 bis 15 Junge geboren werden. Bereits einen Tag nach der Niederkunft werden die Weibchen wieder brünstig, so dass bereits nach 3 Wochen wieder mit Nachwuchs zu rechnen ist. Nach ca. 12 Monaten sollten die Zuchttiere ausgewechselt werden.
Während dieser Zeit kann das Weibchen bis zu 150 Junge gebären.
Temperatur: | Zimmertemperatur: 18°C bis 23°C |
Entwicklung: | Tragzeit: 18 bis 24 Tage. Pro Wurf: ca. 8 bis 15 Junge |
Lebensalter: | 18 Monate bis 2 Jahre. |
Größe: | Adulte Tiere ca. 4,5 bis 12,5cm. Schwanzlänge: 3 bis 11cm. |
Gewicht: | Adulte Tiere ca. 12 bis 35g |
Hinweis: | Ein Weibchen kann bis zu 150 Junge gebären. |