Lampropeltis triangulum stuarti

(Stuarts Dreiecksnatter)

Schlangen

Colubridae (Nattern)

Williams, 1978



Verbreitung:Im allgemeinen bevölkert die Gattung Lampropeltis triangulum ein sehr großes geographisches Gebiet. Diese Art ist sowohl im nördlichen Nordamerika (Quebec und Onatario) als auch im östlichen (Maine bis Florida) verbreitet. Allerdings gibt es keine Dreiecksnattern im westlichen Nordamerika. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt im Süden (Mexiko, Kolumbien, Ecuador und Venezuela). Die Stuarts-Dreiecksnatter ist in hauptsächlich in El Salvador, Honduras, Nicaragua sowie im nordwestlichen Costa Rica verbreitet.
Habitat:Bewaldete Flußtäler, offene Prärien, sandige Kiefernwälder, Gebirgsschluchten, Berghänge, Trockenwäldern und Küstenstreifen.
Lebensweise:Dreiecksnattern kommen sie in den unterschiedlichsten Biotopen vor. Sowohl in bewaldeten Flußtälern, offenen Prärien, sandigen Kiefernwäldern, Gebirgsschluchten, Berghängen als auch an den Rändern von kultivierten Gebieten. Sie zählen nicht zu den hervorragenden Kletterern und halten sich überwiegen auf dem Boden auf, wo sie gerne im Boden wühlen und sich unter umherliegenden Steinen verstecken.. Diese Schlange ist in den Trockenwäldern und Küstenstreifen beheimatet.
Endgröße:
Aussehen:Der Kopf setzt sich nicht sehr deutlich vom restlichen Körper ab und ist eher rundlich als eckig geformt. Die Maxillarzähne (Oberkiefer) liegen zwischen 11 bis 15, wobei die beiden hintersten, auf jeder Seite, etwas länger sind. Die Schwanzlänge des Weibchens macht etwa 14% der Gesamtlänge aus. Die des Männchens ist nur unwesentlich länger. Es gibt 2 Postocularia, ein Präocular und nur ein Loreale. Bei allen Varietäten sind nicht mehr als 30 Dorsalbänder vorhanden. Die Stuarts-Dreiecksnatter ist leicht an ihrer weißen, mit einer tiefschwarzen Schattierung überzogenen, deutlichen V-Zeichnung auf der Schnauze zu erkennen.
Haltung:Das erforderliche Mindestmaß eines Terrariums für Dreiecksnattern läßt sich nach einer einfachen Faustformel errechnen. Pro 30 cm Gesamtkörperlänge 20 Liter Terrarium. Dieses Mindestmaß ist noch ausreichend für 2 Tiere wenn das Terrarium ausreichend gestaltet ist und noch genügend Bewegungsfreiraum zur Verfügung steht. Hierbei sollte auf ein Seitenverhältnis von etwa 2 x 1 x 1 (Breite x Tiefe x Höhe) beachtet werden (Dreiecksnattern sind keine großen Kletterer). Um eine möglichst Naturgetreue Terrarieneinrichtung zu gestalten kann als Bodengrund Kies, Kiefernrinde, Kiefernnadeln, Rindenmulch, Kunstrasen, Blumenerde (ungedüngt) oder Sand eingebracht werden. Zur weiteren Einrichtung gehören raue Steine, unabdingbar für die Häutung, Versteckplätze, damit sich das Tier in einem Ruheplatz zurückziehen kann, Ein großes Trink- und Badegefäß (Häutung) und einige Kletteräste. Die durchschnittliche Temperatur im Terrarium sollte zwischen 26°C und 32°C betragen. Zusätzlich sollten "heiße Steine" (31°C bis 33°C) oder Heizkabel- bzw. -matten, die unter dem Terrarienboden verlegt werden, eingebracht sein. Diese werden gerne von den Tieren in Anspruch genommen um Wärme zu "tanken". Da Dreiecksnattern in vielen unterschiedlichen Biotopen beheimatet sind, wird keine besonders hohe Luftfeuchtigkeit benötigt. Ein gelegentlichen Aussprühen des Terrariums reicht hier völlig aus. Die Beleuchtungsdauer im Terrarium ist ein wichtiger Bestandteil für den Lebenszyklus der Tiere, welcher vom Jahreszeitenwechsel gesteuert wird. Der Wechsel der Jahreszeiten muß hier simuliert werden. Für die Beleuchtung sollten Breitspektum- oder Tageslichtlampen eingebracht werden, um die Enzyme im Körper anzuregen, welche wichtig für die Calcium- und Vitaminverwertung sind.
Futter:Geeignetes Futter für Dreiecksnattern sind in erster Linie Mäuse und Ratten und entsprechen ebenfalls der Natürlichen Nahrung der Tiere. Weiterhin ernähren sie sich von kleine Echsen, Säugetieren und Vögeln. Futtertiere können in der Regel tot oder lebend angeboten werden. Hierbei ist jedoch der natürliche Aspekt in den Vordergrund zu stellen. Die Fütterungsperiode sollte bei ungefähr 5 bis 7 Tagen liegen, wobei dem Tier ca. 1 - 2 Mäuse angeboten werden sollte.
Wichtig : Dreiecksnattern ernähren sich in freier Natur ebenfalls von anderen Schlangen.
Fortpflanzung:Ein eher unwesentlicher Geschlechtsunterschied ist die Schwanzlänge. Diese macht beim Weibchen etwa 14% der Gesamtlänge aus, ist allerdings beim Männchen nur unwesentlich länger. Die verläßlichste Geschlechtbestimmung ist die Sondierung, welche allerdings nur durch einen erfahrenen Fachmann durchgeführt werden sollte, da es hierdurch zu irreperablen Schäden kommen kann. Eine weitere Möglichkeit der Geschlechtsbedingung ist das Herausmassieren des Hemipenes welches allerdings keine sichere Methode zur Geschlechtsbedingung ist. Die Geschlechtsreife erreichen Dreiecksnattern mit einem Alter von etwa 2 bis 3 Jahren. Kurz nach der Winterruhe findet die Paarung statt.
Vorsicht : Dreiecksnattern sind "Kannibalen" und fressen unter anderem auch kleinere Artgenossen. Die Tragzeit liegt bei etwa 7 bis 9 Wochen. Etwa in der sechsten Woche sollte dem Tier eine Eiablagemöglichkeit geboten werden. Der Schlange sollte sobald wie möglich das Gelege entwendet werden, da Dreiecksnattern dazu neigen ihr eigenes Gelege zu verschlingen, und in einem Inkubationskasten überführt werden. Die Inkubationszeit liegt bei ungefähr sieben bis neun Wochen. Hierbei sollte die Umgebungstemperatur bei einem Mittelmaß von 26°C liegen. Nach dem die Jungtiere geschlüpft sind sollten diese ebenfalls getrennt werden, da Jungtiere besonders zu Kannibalismus neigen. Nach der ersten Häutung, die nach ca. einer Woche vollzogen wird, können nackte Mäuse zur Fütterung angeboten werden. Für eine erfolgreiche Paarung ist eine Winterruhe unbedingt in Betracht zu ziehen. Hierbei ist allerdings der Gesundheitszustand des Tieres ein wichtiger Gesichtspunkt. Die Winterruhe sollte bei einer durchschnittlichen Temperatur von ca. 13°C und völliger Dunkelheit durchgeführt werden. Wichtig : bevor die Winterruhe eingeleitet wird, ist unbedingt darauf zu achten, daß sich keinerlei Verdauungsreste mehr im Tier befinden (mindestens 3 Wochen vor der Winterruhe nicht mehr füttern). Dieses würde ansonsten unwiderruflich zum Tode des Tieres führen. Für die "Eingewöhnungsphase" wird jeden Tag die Temperatur, höchstens um 5°C, abgesenkt. Die Dauer der Winterruhe sollte ca. 2 Monate (acht bis neun Wochen) anhalten.
Info:Die Gattung Lampropeltis triangulum wird im amerikanischen als Milksnakes (Milchnattern) bezeichnet. Ich nehme hier Bezug auf die Eindeutschung "Dreiecksnatter" um auch besser mit den Trivalnamen der Unterarten klarzukommen. Die angegebenen Arten werden also auch als Milchschlange statt Dreiecksnatter angegeben.
Das Wort Lampropeltis kommt aus dem Griechischen - lampros bedeutet leuchtend und peltis Schild - triangulum bedeutet Dreieck.