Varanus exanthematicus

(Steppenwaran, Weisskehlwaran, Kapwaran)

Warane

Bosc, 1792,



Verbreitung:Varanus exanthematicus stammt aus Zentralafrika von Senegal bis Äthiopien.
Habitat:(Dornbusch-)Steppen, Savannen und Gerölllandschaften (auch in höheren Lagen).
Lebensweise:Bodenbewohnender Waran. Wühlen und graben gerne.
Endgröße:Adulte Tiere erreichen eine Gesamtlänge von ca. 130cm bis 150cm mit einer Kopf-Rumpf-Länge von ca. 70cm.
Aussehen:Grundfärbung graubraun mit gelben, dunkel gerandeten Flecken. Im Gegensatz zu den meisten Waranarten eine kurze Schnauze. Sie besitzen große Dorsal- und Nuchalschuppen, die ihn als wirksame Panzerung vor Dornen und den Zähnen möglicher Fressfeinde sowie sich wehrender Beutetiere schützen. Die Nasenlöcher liegen etwa auf der Mitte zwischen der Schnauzenspitze und den Augen. Der hohe Kopf des Steppenwarans ist kurz und plump. Anstelle des langen und eleganten Schwanzes der asiatischen Warane hat der Steppenwaran einen relativ kurzen Schwanz, der die Kopf-Rumpf-Länge kaum überragt. Der Schwanz dient der Fettspeicherung. Die hinteren Zähne werden mit zunehmenden Alter länger und breiter. Da ausgefallene Zähne ab einem gewissen Alter nicht mehr ersetzt werden, haben betagte Exemplare oftmals grobe Gebisslücken. Zur genauen Geschlechtsidentifizierung ist eine Endoskopie durch einen Fachmann erforderlich.
Verhalten:Tagaktiv. Können kräftig zubeißen und wehren sich bei Gefahr durch peitschen mit dem Schwanz. Sind schnell und wendig. Warane können in Gefangenschaft schnell zahm werden.
Haltung:Trockenterrarium mit grabfähigem Lehm-Sand-Gemisch als Bodensubstrat. Zur Standardausstattung gehört ein großes Wasserbecken sowie Versteckmöglichkeiten uns Ruheplätze. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Steine, Wurzeln, Korkrindenstücke, Moos und Kletterästen eingebracht werden. Ebenfalls dürfen im Terrarium auch entsprechende kühlere Plätze zur Abkühlung nicht fehlen. Je nach Jahreszeit sollte die Beleuchtungsdauer täglich zwischen 10 und 14 Stunden betragen. UV-Beleuchtung ist im Waran-Terrarium erforderlich. Warane entstammen tropischen und subtropischen Lebensräumen. Die durchschnittliche Temperatur sollte 28°C bis 35°C am Tag, Sonneninseln 40°C bis 45°C und 20°C in der Nacht betragen. Die relative Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte zwischen 60% und 70% liegen.
Terrarientypen
Futter:Warane sind überwiegend karnivor und ernähren sich der Größe entsprechend von Nagetieren wie Mäusen und Ratten, Kleinvögeln, Eidechsen, Insekten, Schlangen, Fröschen, Schnecken, Regenwürmern sowie Vogel- oder Reptilieneiern und Kücken. Sie neigen durch ihren Freßtrieb zum verfetten. In freier Natur ernähren sie sich ebenfalls von Aas und sind auch in der Gesellschaft von Aasgeiern anzutreffen. Selbst Giftschlangen werden von Steppenwaranen nicht verschmäht. Giftschlangenarten mit kurzen Giftzähnen können die dicke Haut der Echse nicht durchdringen, und gegen die Gifte vieler anderer, darunter Kobras, ist der Steppenwaran immun.
Winterruhe:Tiere aus den südlichen Verbreitungsgebieten halten eine Pseudo-Winterruhe von November bis Februar (8 - 12 Wochen) bei einer Temperatur von 15°C bis 20°C.
Fortpflanzung:Das Gelege besteht aus etwa 5 bis 45 weichen, pergamentschaligen Eiern und wird in Sandnestern (in der Natur in Termitenbauten) vergraben. Die Jungtiere schlüpfen bei einer Ausbruttemperatur von 27°C bis 32°C nach ca. 140 bis 180 Tagen, messen beim Schlupf ca. 20cm Gesamtlänge, Kopf-Rumpf-Länge ca. 6,5 - 8cm und haben ein intensiv gepunktetes Muster. Die Jungen fressen nach 7 Tagen und sind mit 3 bis 4 Jahren erwachsen.
Info:Steppenwarane zeigen ein ungewöhnliches Verteidigungsverhalten. Wenn er sich einem Tier gegenübersteht, das nicht zu überwältigen ist, rollt sich der Waran auf den Rücken und nimm ein Hinterbein ins Maul. Das Verschlingen dieses Echsenreifens ist wohl für einen möglichen Fressfeind zuviel der Mühe. Alle bekannten Waran-Arten sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt.