Varanus niloticus
(Nilwaran)
Warane
Linnaeus, 1766,


Verbreitung: | Varanus niloticus stammt aus Afrika, südlich der Sahara. |
Habitat: | Lichte Wäldern, Savannen und Steilufer |
Lebensweise: | Bodenbewohnender Waran der auch ausgezeichnet klettern kann. Wasserliebende Art und hervorragende Schwimmer. Halten sich immer in unmittelbarer Wassernähe auf. Kann nis zu einer Stunde unter Wasser verbringen. |
Endgröße: | Adulte Tiere erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 2m mit einer Kopf-Rumpf-Länge von ca. 80cm. |
Aussehen: | Aufgrund seiner weiten Verbreitung, kräftigen Färbung und beträchtlichen Grösse ist der Nilwaran, neben dem Komodowaran, vermutlich die am weitesten bekannte Art der Varaniden. Dunkle Grundfärbung in grün, grau, schwarz oder braun mit hellen Querbändern (mit gelblichen Flecken und Querbinden). Der Nilwaran hat einen schlanken Kopf (vor allem Männchen). Die Nasenlöcher sitzen etwa in der Mitte auf der Schnauzenoberseite gelegen zwischen der Schnauzenspitze und den Augen. Die Schwanzlänge beträgt ca. 60% der Körperlänge. Diese Ernährungspalette bedingt eine Ontogenese des Gebisses, welche mit schlanken spitzen Zähnen bei Jungtieren beginnt, die im Laufe der Zeit zu breiten, stumpfen Mahlzähnen bei älteren Erwachsenen werden. Mit der Veränderung der Zähne verliert sich die Fähigkeit, ausgefallene Zähne zu ersetzen, so dass in den Gebissen sehr alter Exemplare oftmals viele dauerhafte Lücken zu finden sind. Darüber hinaus enden die muskulösen Gliedmassen in kräftigen, scharfen Krallen. Junge Tiere sind schwarz mit weißgelben runden Flecken am ganzen Körper. |
Verhalten: | Tagaktiv. Selbstbewusst und kann aggressiv werden. Können kräftig zubeißen und wehren sich bei Gefahr durch peitschen mit dem Schwanz. Sind schnell und wendig. Warane können in Gefangenschaft schnell zahm werden. |
Haltung: | Zur Standardausstattung gehört ein großes Wasserbecken sowie Versteckmöglichkeiten uns Ruheplätze. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Steine, Wurzeln, Korkrindenstücke, Moos und Kletterästen eingebracht werden. Ebenfalls dürfen im Terrarium auch entsprechende kühlere Plätze zur Abkühlung nicht fehlen. Je nach Jahreszeit sollte die Beleuchtungsdauer täglich zwischen 10 und 14 Stunden betragen. UV-Beleuchtung ist im Waran-Terrarium erforderlich. Warane entstammen tropischen und subtropischen Lebensräumen. Die durchschnittliche Temperatur sollte 25°C bis 30°C am Tag, Sonneninseln 40°C bis 45°C und 18°C bis 20°C in der Nacht betragen. Die relative Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte zwischen 70% und 90% liegen. ![]() |
Futter: | Warane sind überwiegend karnivor und ernähren sich der Größe entsprechend von Nagetieren wie Mäusen und Ratten, Kleinvögeln, Eidechsen, Insekten, Schlangen, Fröschen, Schnecken, Regenwürmern sowie Vogel- oder Reptilieneiern und Kücken. Sie neigen durch ihren Freßtrieb zum verfetten. |
Winterruhe: | |
Fortpflanzung: | Das Gelege wird in Sandnestern (in der Natur in Termitenbauten) vergraben umfassen 10 bis 60 weiche, pergamentschalige Eier. Die Schlupfdauer liegt bei ca. 130 - 220 Tagen. Eine Inkubation sollte bei 27°C bis 31°C stattfinden. Die 20 - 30cm langen Jungtiere sind mit einer grellgelben Zeichnung auf schwarzem Untergrund kräftig gefärbt. Die Schnauze besitzt umlaufende Bänder und einen deutlichen Postocularstreifen. Die Schlüpflinge leben zunächst arboreal und verbergen sich nahezu unauffindbar auf Bäumen und im Gebüsch. Während dieser Phase jagen sie Insekten und andere Arthropoden. Mit dem erreichen von etwa 50 cm Länge beginnt das Gelb zu verblassen und sie verlegen ihre Lebensweise auf den Boden. Mit ca. 3 Jahren und einer Länge von ca. 1m werden sie geschlechtsreif. |
Info: | Alle bekannten Waran-Arten sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt. |