Varanus griseus
(Wüstenwaran)
Warane
Daudin, 1803,


Verbreitung: | Varanus griseus stammt aus der Sahara in Afrika über die Arabische Halbinsel bis nach Vorder- und Südasien (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Westsahara, Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Israel, Syrien, Libanon, Türkei, Irak, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Oman, Turkmenistan, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Afghanistan, Iran, Pakistan und Indien). |
Habitat: | Wüsten- und Steppengebiete. |
Lebensweise: | Bodenbewohnender Waran. Hält sich Nachts oder tagsüber zum Schutz vor extremen Temperaturen oder Fressfeinden wie Adlern, Großkatzen und Hyänen in selbst gegrabenen bis zu 2m langen tiefen Erdhöhlen auf. |
Endgröße: | Adulte Tiere erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 150cm. |
Aussehen: | Sandfarbene Grundfärbung mit ein labyrinthartigen Punktmustern von hellbraun bis gelb oder weiß am gesamten Körper. Bis zu sechs dunkelbraune Sattelflecken auf dem Rücken. Die Halszeichnung ist längs-, die Schwanzzeichnung quergestreift. Der helle Kopf mit dunklem Schädeldach ist in der Draufsicht dreieckig. Der langhalsige Körper ist für Warane typisch. Der Schwanz ist dicker als bei seinen verwandten Arten. |
Verhalten: | Tagaktiv. Bei Bedrohung füllt er seine Lungen mit Luft und zischt bedrohlich. Lässt dich der Angreifer nicht abschrecken richtet er sich auf und greift im nächsten Schritt überraschend an, beißt, schlägt mit seinem Schwanz und verteilt Schläge. Können kräftig zubeißen. Sind schnell und wendig. Warane können in Gefangenschaft schnell zahm werden. |
Haltung: | Zur Standardausstattung gehört ein großes Wasserbecken sowie Versteckmöglichkeiten uns Ruheplätze. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Steine, Wurzeln, Korkrindenstücke, Moos und Kletterästen eingebracht werden. Ebenfalls dürfen im Terrarium auch entsprechende kühlere Plätze zur Abkühlung nicht fehlen. Je nach Jahreszeit sollte die Beleuchtungsdauer täglich zwischen 10 und 14 Stunden betragen. UV-Beleuchtung ist im Waran-Terrarium erforderlich. Warane entstammen tropischen und subtropischen Lebensräumen. Die durchschnittliche Temperatur sollte 25°C bis 35°C am Tag, Sonneninseln 40°C bis 45°C und 20°C bis 25°C in der Nacht betragen. Die relative Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollte zwischen 60% und 70% liegen. ![]() |
Futter: | Warane sind überwiegend karnivor und ernähren sich der Größe entsprechend von Nagetieren wie Mäusen und Ratten, Kleinvögeln, Eidechsen, Insekten, Schlangen, Fröschen, Schnecken, Regenwürmern sowie Vogel- oder Reptilieneiern und Kücken. Wüstenwarane fressen hauptsächlich Wirbellose, aber auch Vögel, Kleinsäuger und wagen sich auch an Schlangen heran was ihnen in Nordafrika den Namen „Schlangenkönig“ eingebracht hat. Sie neigen durch ihren Freßtrieb zum verfetten. |
Winterruhe: | Hält in einigen Teilen Asiens eine mehrmonatige Winterruhe. |
Fortpflanzung: | Paarungszeit ist von Mai bis Juni. Die Weibchen legen 2 bis 3 Wochen nach der Paarung das ca. 8 weiche, pergamentschalige Eier umfassende Gelege in einer selbstgegrabenen Mulde ab und bedeckt dieses mit Sand. Eine Brutpflege findet nicht statt. Die Jungtiere schlüpfen nach maximal zehn Monaten und erreichen die Geschlechtsreife mit ca. zweieinhalb Jahren. |
Info: | Von Herodot bereits im Altertum als „Landkrokodil“ erwähnt. Alle bekannten Waran-Arten sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt. |