Urophonius tumbensis

()

Skorpione

Buthidae

Cekalovic, 1981,



Verbreitung:Das Verbreitungsgebiet dieser Art liegt in Nordafrika vom nördlichen Algerien bis Ägypten, Algerien, Tunesien, Lybien, Sudan und Sinai.
Habitat:Sie sind reine Wüstenbewohner und bevorzugen als Lebensraum die Halbwüsten und Wüsten. Feuchte Gebiete werden gemieden.
Lebensweise:Diese Skorpione sind tagsüber nicht außerhalb ihres Versteckes zu sehen. Sie sind nachtaktiv und wenn möglich tagsüber komplett inaktiv.
Endgröße:Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von ca. 8 bis 14cm.
Aussehen:Die Körpergrundfarbe ist hellgelb bis lehmbraun. Die Zangen, das letzte Metasomasegment und der Stachel sind dunkler. Die Zangen liegen eng aneinander und sind sehr schmal. Zudem besitzt er ein auffallend dickes Metasoma. Männchen bleiben graciler und besitzen schmalere Pedipalpen. Die Kammzähne der Pektine betragen bei Männchen 28 - 32, bei Weibchen 23 - 29.
Verhalten:Zählt zu den weniger aggressiven Arten und ist sehr ruhig. Relativ leicht zu halten. Skorpione können sehr schnell laufen und sind ausgesprochen gute Kletterer.
Verteidigung:Eine Studie des südlichen Algeriens im Jahre 1993 ergab mehr als 30.000 Stiche mit 200 Toten. Der Androctonus australis verursachte hierbei die meisten Todesfälle und ist für viele, potentiell gefährliche Vergiftungen verantwortlich. Androctonus-Arten besitzen ein starkes Gift und gehören zusammen mit dem Leirus quinquestriatus zu den gefährlichsten Skorpionen im Mittleren Osten und in Nordafrika. Besonders Kinder zählen zu den gefährdeten Gruppen. Nach einem Stich äußern sich folgende Symptome: Lokale zum Teil sehr starke Schmerzen, Schwellungen und Rötungen, Erbrechen, verstärktes Schwitzen, Bradykardie oder Tachykardie, vermehrter Speichelfluss, Blutdruckabfall oder -anstieg und Herzversagen. Desweiteren sind Rhythmusstörungen, Krampfanfälle, Lungenödem und Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit möglich.
Haltung:Ein Standardterrarium mit den Mindestmaßen 30 x 30 x 20cm (Breite, Tiefe, Höhe) ist für kleine Arten ausreichend. Da Skorpione zwar gut klettern können, sich aber vorzugsweise auf den Boden aufhalten, ist die Höhe nicht entscheidend. Die Größe der Grundfläche ist nach obenhin natürlich offen. Zur Einrichtung gehören unabdingbar Versteckplätze (z. B. aus flachen Steinen oder Korkrinde) damit sich das Tier zurückziehen kann und eine Trinkschale. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Kletteräste, Wurzeln, Laub, Moos und Pflanzen (keine harten Stacheln oder Dornen!) eingebracht werden.
Skorpione besitzen extrem kräftige Schwänze und können Türen leicht hochheben / schieben.
Ausbruchsicheres Terrarium! Als Bodensubstrat sollte eine ca. 10cm hohe Sandschicht eingebracht werden. Hier bietet sich aufgrund seiner Reinheit Vogelsand oder spezieller Wüstensand, Flusssand aus dem Zoofachhandel an. Trocken halten! Die Temperatur im Terrarium kann durch Beleuchtung oder Heizkabel, -matten erzielt werden, wobei eine Beleuchtung nicht unbedingt erforderlich ist. Bei der Verwendung von Heizkabeln, -matten ist zu beachten das nur etwa ein Drittel bis die Hälfte des Terrarienbodens (stets unter der Bodenplatte verlegen) bestückt wird, da diese ansonsten den natürlichen entfliehen der Oberflächentemperaturen durch Höhlenbau entgegenwirken können.
Die durchschnittliche Tagestemperatur des Wüstenterrariums sollte zwischen 27°C bis 30°C und nachts zwischen 18°C bis 20°C liegen. Weiterhin sollte im Terrarium eine Sonneninsel mit einer Temperatur von 35°C bis 40°C geboten werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte um 50% liegen.
Terrarientypen
Futter:Skorpione sind Jäger und nehmen nur lebend Futter an. Sie fressen alles was sie handhaben können: Frösche, kleine Eidechsen, Mäuse, Grillen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer etc.. Da sie nachaktiv sind sollte die Fütterung Idealerweise abends stattfinden. Einmal wöchtentlich füttern.
Fortpflanzung: 
Info:Der Androctonus australis ist der giftigste Vertreter der gesamten Familie! Cites-Bescheinigung nicht erforderlich.