Akentrobuthus leleupi

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Skorpione

Lamoral, 1976,



Verbreitung:Das Verbreitungsgebiet dieser Art liegt in Marokko.
Habitat:Der bevorzugte Lebensraum sind Halbwüsten und Wüsten. Feuchte Gebiete werden von dieser Art gemieden.
Lebensweise:Steine werden bevorzugt als Versteckplätze verwendet, sind aber auch in Lehmspalten von Häusern zu finden und dringen in menschliche Behausungen ein. Sie sind nachtaktiv und leben tagsüber im Verborgenen, wenn möglich sind sie tagsüber komplett inaktiv.
Endgröße:Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von ca. 7 bis 8cm.
Aussehen:Bei dieser Art ist der Schwanz stark und dick ausgebildet. Die Zangen sind sehr schmal und liegen eng aneinander. Männchen weisen 23 bis 27, Weibchen 21 bis 23 Kammzähne auf.
Verhalten:Skorpione können sehr schnell laufen und sind ausgesprochen gute Kletterer.
Verteidigung:Androctonus-Arten besitzen ein starkes Gift und gehören zusammen mit dem Leirus quinquestriatus zu den gefährlichsten Skorpionen im Mittleren Osten und in Nordafrika. Besonders Kinder zählen zu den gefährdeten Gruppen. Eine Studie des südlichen Algeriens im Jahre 1993 ergab mehr als 30.000 Stiche mit 200 Toten. Nach einem Stich äußern sich folgende Symptome: Lokale zum Teil sehr starke Schmerzen, Schwellungen und Rötungen, Erbrechen, verstärktes Schwitzen, Bradykardie oder Tachykardie, vermehrter Speichelfluss, Blutdruckabfall oder -anstieg und Herzversagen. Desweiteren sind Rhythmusstörungen, Krampfanfälle, Lungenödem und Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit möglich.
Haltung:Ein Standardterrarium mit den Mindestmaßen 30 x 30 x 20cm (Breite, Tiefe, Höhe) ist für kleine Arten ausreichend. Da Skorpione zwar gut klettern können, sich aber vorzugsweise auf den Boden aufhalten, ist die Höhe nicht entscheidend. Die Größe der Grundfläche ist nach obenhin natürlich offen. Zur Einrichtung gehören unabdingbar Versteckplätze (z. B. aus flachen Steinen oder Korkrinde) damit sich das Tier zurückziehen kann und eine Trinkschale. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Kletteräste, Wurzeln, Laub, Moos und Pflanzen (keine harten Stacheln oder Dornen!) eingebracht werden.
Skorpione besitzen extrem kräftige Schwänze und können Türen leicht hochheben / schieben.
Ausbruchsicheres Terrarium! Wüstenterrarium: Als Bodensubstrat sollte eine 10 bis 15cm hohe Sandschicht eingebracht werden. Hier bietet sich aufgrund seiner Reinheit Vogelsand oder spezieller Wüstensand, Flusssand aus dem Zoofachhandel an. Die Temperatur im Terrarium kann durch Beleuchtung oder Heizkabel, -matten erzielt werden, wobei eine Beleuchtung nicht unbedingt erforderlich ist. Bei der Verwendung von Heizkabeln, -matten ist zu beachten das nur etwa ein Drittel bis die Hälfte des Terrarienbodens (stets unter der Bodenplatte verlegen) bestückt wird, da diese ansonsten den natürlichen entfliehen der Oberflächentemperaturen durch Höhlenbau entgegenwirken können.
Die durchschnittliche Tagestemperatur des Wüstenterrariums sollte zwischen 26°C bis 32°C und nachts zwischen 18°C bis 20°C liegen. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte um 40% bis 60% liegen.
Terrarientypen
Futter:Skorpione sind Jäger und nehmen nur lebend Futter an. Sie fressen alles was sie handhaben können: Frösche, kleine Eidechsen, Mäuse, Grillen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer etc.. Da sie nachaktiv sind sollte die Fütterung Idealerweise abends stattfinden. Einmal wöchtentlich füttern.
Fortpflanzung: 
Info:Cites-Bescheinigung nicht erforderlich.