Birulatus haasi

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Skorpione

Vachon, 1974,



Verbreitung:Das Verbreitungsgebiet dieser Art reicht von Südfrankreich, Spanien und Portugal bis afrikanische Populationen in Nordafrika bis zum Mittleren Osten. Ist der wahrscheinlich häufigste Skorpion Nordwestafrikas.
Habitat:Lebt in Trockengebieten wie Steppen, Halbwüsten und Wüstengebieten.
Lebensweise:Hauptaktivitätszeit liegt wie bei allen Skorpionen in der Nacht. Diese Art ist aber sehr lebhaft und häufig auch tagsüber zu beobachten. Untergraben flache Steine unter denen sie sich zurückziehen.
Endgröße:Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von ca. 8cm bis 13cm und zählen somit zu den mittleren Skorpionen. Männchen sind in der Regel 1/4 kleiner als Weibchen.
Aussehen:Buthus occitanus weisen eine sandgelbe Färbung, teilweise mit dunkleren Dorsalplatten auf. Seine Scheren sind kompakt und verjüngen sich nach vorne. Die Giftblase ist im Verhältniss zum Metasoma ziemlich groß. Männchen weisen mehr Kammzähne als Weibchen auf. Als typisches Merkmale ist eine "Lyra" auf dem Kopfteil erkenntlich.
Verhalten:Diese Art ist sehr lebhaft und auch häufig tagsüber zu beobachten und besitzt eine geringe aggressivität. Skorpione können sehr schnell laufen und sind ausgesprochen gute Kletterer.
Verteidigung:Seine Giftigkeit variiert je nach Herkunft. In der Regel gilt: Je südlicher desto gefährlicher das Gift. Die europäische Variante ist als relativ harmlos einzustufen. Seine nordafrikanischen Vertreter hingegen besitzen ein gefährlicheres Gift welches Herz-Kreislauf-Probleme verursachen kann.
Symptome: Lokaler Schmerz mit lokaler Schwellung, sehr selten Erbrechen, Schwitzen, Blutdruckanstieg, Tachykardie, Arrhythmie, Dyspnoe, Schock, Unruhe, verstärkte Salivation.
Maßnahmen: Eine symptomatische Therapie ist ausreichend.
Haltung:Ein Standardterrarium mit den Mindestmaßen 30 x 30 x 20cm (Breite, Tiefe, Höhe) ist für kleine Arten ausreichend. Da Skorpione zwar gut klettern können, sich aber vorzugsweise auf den Boden aufhalten, ist die Höhe nicht entscheidend. Die Größe der Grundfläche ist nach obenhin natürlich offen. Zur Einrichtung gehören unabdingbar Versteckplätze (z. B. aus flachen Steinen oder Korkrinde) damit sich das Tier zurückziehen kann und eine Trinkschale. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Kletteräste, Wurzeln, Laub, Moos und Pflanzen (keine harten Stacheln oder Dornen!) eingebracht werden.
Skorpione besitzen extrem kräftige Schwänze und können Türen leicht hochheben / schieben.
Ausbruchsicheres Terrarium! Als Bodensubstrat sollte eine 10 bis 15cm hohe Sandschicht eingebracht werden. Hier bietet sich aufgrund seiner Reinheit Vogelsand oder spezieller Wüstensand, Flusssand aus dem Zoofachhandel an. Die Temperatur im Terrarium kann durch Beleuchtung oder Heizkabel, -matten erzielt werden, wobei eine Beleuchtung nicht unbedingt erforderlich ist. Bei der Verwendung von Heizkabeln, -matten ist zu beachten das nur etwa ein Drittel bis die Hälfte des Terrarienbodens (stets unter der Bodenplatte verlegen) bestückt wird, da diese ansonsten den natürlichen entfliehen der Oberflächentemperaturen durch Höhlenbau entgegenwirken können.
Die durchschnittliche Tagestemperatur des Wüstenterrariums sollte, je nach Herkunft des Tieres, variieren. Europäischen Arten sollte eine Tagestemperatur um die 23°C und nachts um die 18°C bis 20°C, Afrikanischen Arten eine Tagestemperatur um die 35°C und nachts um die 25°C geboten werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte bei Europäischen Arten um 65% und bei Afrikanischen Arten um 50% liegen.
Terrarientypen
Futter:Skorpione sind Jäger und nehmen nur lebend Futter an. Sie fressen alles was sie handhaben können: Frösche, kleine Eidechsen, Mäuse, Grillen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer etc.. Da sie nachaktiv sind sollte die Fütterung Idealerweise abends stattfinden. Einmal wöchtentlich füttern.
Fortpflanzung:Nach einer Tragezeit von ca. fünf Monaten bringt das Weibchen etwa 25 bis 40 Junge zur Welt. Nach ca. vier bis sieben Häutungen, in einer Zeitspanne von etwa zwei Jahren, sind sie erwachsen.
Info:Bei dieser Art ist eine Gruppenhaltung möglich. Cites-Bescheinigung nicht erforderlich.