Centruroides guanensis

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Skorpione

Franganillo, 1930,



Verbreitung:Das Verbreitungsgebiet dieser Art liegt in Nordafrika, Naher Osten bis Türkei und Arabische Halbinsel.
Habitat:Lebt in ariden Lebensräume wie Steppen, Halbwüsten und Wüstengebiete.
Lebensweise:Der Skorpione ist nachtaktiv und gräbt sich unter flachen Steinen Wohnhöhlen, in denen er sich tagsüber zurückzieht.
Endgröße:Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von ca. 8cm bis 12cm (in Ausnahmefällen bis 15cm).
Aussehen:Ein schöner, eleganter Skorpion. Die Farbe reicht, je nach Herkunft, von hellgelb über sandgelb bis zu beige-orange. Er trägt auf den vorderen beiden Mesosomasegmenten fünf deutlich erkennbare Kiele. Auf den weiteren fünf folgenden Metasomasegmenten sind nur drei Kiele erkennbar. Besonders bei den Jungtieren ist ein dunkel bis schwarz gefärbtes, fünftes Metasomasegment erkennbar, welches bei adulten Tieren verblassen kann. Männchen weisen deutlich mehr Kammzähne als Weibchen auf. Das letzte Metasomasegment sowie der Telson sind stets schwarz. Kammzähne: Männchen 31-36, Weibchen 26-30.
Verhalten:Der Leiurus quinquestriatus ist ein sehr lebhafter Skorpion der Innerartlich eine hohe Aggressivität aufweist. Strikte Einzelhaltung. Äußerst Stechfreudig und schreckt auch vor Eindringlingen nicht zurück! Hohe Vorsicht geboten. Nur für erfahrene Spezialisten zu empfehlen - Kein Anfängertier! Er ist ein sehr schneller Läufer und ausgesprochen guter Kletterer.
Verteidigung:Stark giftig! Der L. quinquestriatus zählt zu den giftigsten Skorpionen überhaupt, dessen Giftpotenz die von Androctonus oder Tityus deutlich übersteigt. 0,01 Milligramm seines Giftes reichen aus um eine ausgewachsene Maus (50 Gramm) zu töten. Beim Umgang mit diesem Skorpion ist äußerste Vorsicht geboten! Diese Art zählt nicht nur zu den giftigsten sondern auch zu den stechfreudigsten Skorpionarten. Seine schmerzhaften Stiche wirken sich gefährlich auf das zentrale Nervensystem aus und verursachen starke Herz-Kreislauf-Probleme.
Haltung:Ein Standardterrarium mit den Mindestmaßen 30 x 20 x 30cm (Breite, Höhe, Tiefe) ist für kleine Arten ausreichend. Da Skorpione zwar gut klettern können, sich aber vorzugsweise auf den Boden aufhalten, ist die Höhe nicht entscheidend. Die Größe der Grundfläche ist nach obenhin natürlich offen. Zur Einrichtung gehören unabdingbar Versteckplätze (z. B. aus flachen Steinen oder Korkrinde) damit sich das Tier zurückziehen kann und eine Trinkschale. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Kletteräste, Wurzeln, Laub, Moos und Pflanzen (keine harten Stacheln oder Dornen!) eingebracht werden.
Skorpione besitzen extrem kräftige Schwänze und können Türen leicht hochheben / schieben.
Ausbruchsicheres Terrarium! Als Bodensubstrat sollte eine 10 bis 15cm hohe Sandschicht eingebracht werden. Hier bietet sich aufgrund seiner Reinheit Vogelsand oder spezieller Wüstensand, Flusssand aus dem Zoofachhandel an. Die Temperatur im Terrarium kann durch Beleuchtung oder Heizkabel, -matten erzielt werden, wobei eine Beleuchtung nicht unbedingt erforderlich ist. Bei der Verwendung von Heizkabeln, -matten ist zu beachten das nur etwa ein Drittel bis die Hälfte des Terrarienbodens (stets unter der Bodenplatte verlegen) bestückt wird, da diese ansonsten den natürlichen entfliehen der Oberflächentemperaturen durch Höhlenbau entgegenwirken können.
Die durchschnittliche Tagestemperatur des Wüstenterrariums sollte zwischen 30°C bis 35°C und nachts zwischen 20°C bis 25°C liegen. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte um 40% bis 50% liegen.
Terrarientypen
Futter:Skorpione sind Jäger und nehmen nur lebend Futter an. Sie fressen alles was sie handhaben können: Frösche, kleine Eidechsen, Mäuse, Grillen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer etc.. Da sie nachaktiv sind sollte die Fütterung Idealerweise abends stattfinden. Einmal wöchtentlich füttern.
Fortpflanzung:Mein Weibchen hat bei seinem ersten Wurf 38 Jungtiere zur Welt gebracht.
Info:Cites-Bescheinigung nicht erforderlich.