Microtityus rickyi

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Skorpione

Kjellesvig-Waering, 1966,



Verbreitung:Das Verbreitungsgebiet dieser Art liegt in den südwestlichen Arabischen Halbinseln (am Roten Meer, von Jeddah bis zum Jemen) und Tansania. Das Vorkommen in Ägypten ist nicht genau geklärt.
Habitat:Savannen.
Lebensweise:Skorpione sind nachtaktiv und leben tagsüber im Verborgenen, wenn möglich sind sie tagsüber komplett inaktiv.
Endgröße:Adulte Tiere erreichen eine Körperlänge von ca. 11cm bis 12cm.
Aussehen:Der Skorpion ist hellbraun bis rötlichbraun gefärbt. Der Schwanz ist im Gegensatz zu den relativ schmalen Zangen auffallend kräftig gebaut und besitzt einen recht dicken Telson (Giftblase). Die beiden letzten Metasomasegmente sind schwarz bis dunkelgrau. Die Pedipalpen der Männchen sind dicker und kürzer als die der Weibchen.
Verhalten:Skorpione können sehr schnell laufen und sind ausgesprochen gute Kletterer.
Verteidigung:Parabuthus-Arten besitzen zwar eine geringere Giftigkeit als anderen Buthiden in Nordafrika, geben bei einem Stich aber eine größe Toxinmenge ab. Nach einem Stich treten bei den meisten Patienten innerhalb von vier bis zwölf Stunden folgende Sympthome auf: Lokale Schmerzen und Parästhesien sind fast immer zu erkennen. Am willkürlichen und unwillkürlichen Nervensystem scheinen nur neuromuskuläre Effekte aufzutreten. Zu Beginn der Vergiftung erbrechen, verstärktes Schwitzen und Speichelfluss. Erst fallender Blutdruck, anschliessend Bluthochdruck und Tachykardie. Oftmals allgemeines Schwächegefühl, Schluckstörungen, unwillkürliche Bewegungen, Koordinationsstörungen, Hyperaktivität und Ruhelosigkeit, sowie Muskelschmerzen und -krämpfe. Atemstörungen und Hyperthermie sind weitere Sympthome. Von 43 dokumentierten Patienten verstarben fünf. Die Todesfälle wurden durch ein respiratorisches Versagen ausgelöst. Vorsicht! : Kann Gift über eine Weite von bis zu einem Meter versprühen (tropfenweise).
Haltung:Ein Standardterrarium mit den Mindestmaßen 30 x 20 x 30cm (Breite, Höhe, Tiefe) ist für kleine Arten ausreichend. Da Skorpione zwar gut klettern können, sich aber vorzugsweise auf den Boden aufhalten, ist die Höhe nicht entscheidend. Die Größe der Grundfläche ist nach obenhin natürlich offen. Zur Einrichtung gehören unabdingbar Versteckplätze (z. B. aus flachen Steinen oder Korkrinde) damit sich das Tier zurückziehen kann und eine Trinkschale. Als weitere Einrichtungsgegenstände können Kletteräste, Wurzeln, Laub, Moos und Pflanzen (keine harten Stacheln oder Dornen!) eingebracht werden.
Skorpione besitzen extrem kräftige Schwänze und können Türen leicht hochheben / schieben.
Ausbruchsicheres Terrarium! Wüstenterrarium: Als Bodensubstrat sollte eine 10 bis 15cm hohe Sandschicht eingebracht werden. Hier bietet sich aufgrund seiner Reinheit Vogelsand oder spezieller Wüstensand, Flusssand aus dem Zoofachhandel an. Die Temperatur im Terrarium kann durch Beleuchtung oder Heizkabel, -matten erzielt werden, wobei eine Beleuchtung nicht unbedingt erforderlich ist. Bei der Verwendung von Heizkabeln, -matten ist zu beachten das nur etwa ein Drittel bis die Hälfte des Terrarienbodens (stets unter der Bodenplatte verlegen) bestückt wird, da diese ansonsten den natürlichen entfliehen der Oberflächentemperaturen durch Höhlenbau entgegenwirken können.
Wüstenterrarium: Die durchschnittliche Tagestemperatur des Terrariums sollte zwischen 28°C bis 32°C liegen und nachts nicht unter 20°C abfallen. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte um 40% bis 60% liegen.
Terrarientypen
Futter:Skorpione sind Jäger und nehmen nur lebend Futter an. Sie fressen alles was sie handhaben können: Frösche, kleine Eidechsen, Mäuse, Grillen, Schaben, Heimchen, Heuschrecken, Mehlwürmer etc.. Da sie nachaktiv sind sollte die Fütterung Idealerweise abends stattfinden. Einmal wöchtentlich füttern.
Fortpflanzung:Die Tragzeit liegt bei ca. 8 bis 11 Monaten. Die Jungtiere verlassen nach der 1. Häutung den Rücken der Mutter.
Info:Cites-Bescheinigung nicht erforderlich.