Vogelspinnen
Vogelspinnen sind in den unterschiedlichsten Lebensräumen beheimatet. Sie kommen sowohl im tropischen Regenwald als auch in Steppen- und Wüstengebieten vor. Hier findet man sie in den subtropischen und tropischen Klimazonen Asiens, Europas, Afrikas, Amerikas und Australiens. In Europa sind sie bis nach Portugal und Spanien vorgedrungen.
Die Lebenserwartung von Vogelspinnen im Terrarium kann bei weiblichen Tieren bei mehr als 20 Jahren liegen.
Meine erste Vogelspinne, eine Grammostola rosea, wurde 25 Jahre alt.
Vogelspinnenmännchen haben eine weitaus geringere Lebenserwartung. In der Regel sterben sie ca. zwei bis drei Jahren nach Erreichen der Geschlechtsreife. Je nach Art liegt diese im Höchstfall bei 13 Jahren.
Vogelspinnen sind prähistorische Tiere die sich bei ihrer Evolution kaum veränderten. Sie erlegen ihre Beute schon seit Jahrmillionen allein mit der Kraft ihrer Chelizeren und sind nicht auf ein besonders Starkes Gift angewiesen. Ein Biss einer Vogelspinne kann trotzdem sehr schmerzhaft sein, schon allein wenn man bedenkt das bei einigen Arten die Größe der Chelizerenklauen bis zu 15mm erreichen kann. Da Vogelspinnen ihre Beute außerhalb des Körpers verdauen sind die Chelizeren stark mit Bakterien besetzt. Bei einem Biss ist es daher unerlässlich die Wunde sofort zu desinfizieren und einen Arzt zu konsultieren, um Entzündungen vorzubeugen.
In der Familie der Vogelspinnen (Theraphosidae) existieren 994 Arten die sich auf 147 Gattungen verteilen (Stand Oktober 2019).